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Geldleistungen

Bei den Sozialversicherungsleistungen wird zwischen Sachleistungen und Geldleistungen unterschieden. Die wichtigsten Geldleistungen werden im Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts beispielhaft aufgezählt. Geldleistungen werden insoweit gewährt, um die Folgen des Eintritts der Risiken Alter, Tod und Invalidität zu entschädigen.

Frey, Christoph; Lang, Nathalie: Art. 15 ATSG N 16, in: Frésard-Fellay, Ghislaine; Klett, Barbara; Leuzinger-Naef, Susanne (Hrsg.): Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Basel 2020.
Frey, Christoph; Lang, Nathalie: Art. 15 ATSG N 21, in: Frésard-Fellay, Ghislaine; Klett, Barbara; Leuzinger-Naef, Susanne (Hrsg.): Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Basel 2020.
Art. 67 ff. AVIG.
Art. 16 f. UVG.
Art. 16 f. KVG.
Art. 22 ff. IVG.
Art. 28 f. MVG.
Art. 16e EOG.
Art. 21 Abs. 1 ATSG; Kieser, Ueli; Gehring, Kaspar; Bollinger, Susanne: Art. 15 ATSG N 2, in: Kieser, Ueli; Gehring, Kaspar; Bollinger, Susanne (Hrsg.): KVG/UVG Kommentar, Zürich 2018.
Siehe hierfür Art. 37 UVG und Art. 39 UVG; Kieser, Ueli; Gehring, Kaspar; Bollinger, Susanne: Art. 15 ATSG N 2, in: Kieser, Ueli; Gehring, Kaspar; Bollinger, Susanne (Hrsg.): KVG/UVG Kommentar, Zürich 2018.
Scartazzini, Gustavo; Hürzeler, Marc: Bundessozialversicherungsrecht, 4. Aufl., Basel 2012, § 7 Rz. 36.
Art. 15 ATSG.
Frey, Christoph; Lang, Nathalie: Art. 15 ATSG N 8, in: Frésard-Fellay, Ghislaine; Klett, Barbara; Leuzinger-Naef, Susanne (Hrsg.): Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Basel 2020; Scartazzini, Gustavo; Hürzeler, Marc: Bundessozialversicherungsrecht, 4. Aufl., Basel 2012, § 7 Rz. 25.
Art. 21 ATSG; Das Unfallversicherungsrecht sieht weitere Kürzungsmöglichkeiten vor, vgl. Art. 37 und Art. 39 UVG.
Frey, Christoph; Lang, Nathalie: Art. 15 ATSG N 16, in: Frésard-Fellay, Ghislaine; Klett, Barbara; Leuzinger-Naef, Susanne (Hrsg.): Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Basel 2020.
Frey, Christoph; Lang, Nathalie: Art. 15 ATSG N 17, in: Frésard-Fellay, Ghislaine; Klett, Barbara; Leuzinger-Naef, Susanne (Hrsg.): Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Basel 2020.
Frey, Christoph; Lang, Nathalie: Art. 15 ATSG N 19, in: Frésard-Fellay, Ghislaine; Klett, Barbara; Leuzinger-Naef, Susanne (Hrsg.): Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Basel 2020; Ueli Kieser: Art. 15 ATSG N 19, in: Ueli Kieser (Hrsg.): Kommentar zum ATSG, 4. Aufl., Zürich 2020.
Ueli Kieser: Art. 15 ATSG N 19, in: Ueli Kieser (Hrsg.): Kommentar zum ATSG, 4. Aufl., Zürich 2020.
Frey, Christoph; Lang, Nathalie: Art. 15 ATSG N 22, in: Frésard-Fellay, Ghislaine; Klett, Barbara; Leuzinger-Naef, Susanne (Hrsg.): Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Basel 2020; Ueli Kieser: Art. 15 ATSG N 20, in: Ueli Kieser (Hrsg.): Kommentar zum ATSG, 4. Aufl., Zürich 2020.
Frey, Christoph; Lang, Nathalie: Art. 15 ATSG N 23 f., in: Frésard-Fellay, Ghislaine; Klett, Barbara; Leuzinger-Naef, Susanne (Hrsg.): Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Basel 2020; Ueli Kieser: Art. 15 ATSG N 21 f., in: Ueli Kieser (Hrsg.): Kommentar zum ATSG, 4. Aufl., Zürich 2020.
Frey, Christoph; Lang, Nathalie: Art. 15 ATSG N 26, in: Frésard-Fellay, Ghislaine; Klett, Barbara; Leuzinger-Naef, Susanne (Hrsg.): Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Basel 2020; Ueli Kieser: Art. 15 ATSG N 23 f., in: Ueli Kieser (Hrsg.): Kommentar zum ATSG, 4. Aufl., Zürich 2020.
Art. 18 ATSG.
Art. 19 Abs. 1 ATSG.
Art. 19 Abs. 3 ATSG; Scartazzini, Gustavo; Hürzeler, Marc: Bundessozialversicherungsrecht, 4. Aufl., Basel 2012, § 7 Rz. 31.
Art. 19 Abs. 3 ASTG.
Art. 19 Abs. 2 ATSG; Scartazzini, Gustavo; Hürzeler, Marc: Bundessozialversicherungsrecht, 4. Aufl., Basel 2012, § 7 Rz. 31.
Art. 19 Abs. 4 ATSG.
Scartazzini, Gustavo; Hürzeler, Marc: Bundessozialversicherungsrecht, 4. Aufl., Basel 2012, § 7 Rz. 32.
Art. 20 Abs. 1 lit. a und b ATSG; Art. 1 ATSV; Scartazzini, Gustavo; Hürzeler, Marc: Bundessozialversicherungsrecht, 4. Aufl., Basel 2012, § 7 Rz. 33.
Art. 20 Abs. 2 ATSG; Scartazzini, Gustavo; Hürzeler, Marc: Bundessozialversicherungsrecht, 4. Aufl., Basel 2012, § 7 Rz. 34.

Begriff

Der Allgemeine Teil des Sozialversicherungsrechts bezeichnet als Geldleistungen Taggelder, Renten, jährliche Ergänzungsleistungen, Hilflosenentschädigungen und Zulagen zu solchen, nicht aber der Ersatz für eine von der Versicherung zu erbringende Sachleistung. Die Aufzählung ist nicht abschliessend. Die Anspruchsvoraussetzungen, die Berechnung sowie der Wegfall oder die Einstellung der Geldleistungen – abgesehen von der Kürzung und Verweigerung von Leistungen – sind in den Einzelgesetzen der Sozialversicherung festgelegt.

Taggelder

Taggelder sind vorübergehende, nach Tagen bemessene Geldleistung, die je nach Versicherungszweig unterschiedliche Risiken abdecken.

Renten

Renten sind in der Regel dauerhaft auszurichtende Geldleistungen. Bei Eintritt der versicherten Risiken wie Tod, Invalidität oder Alter werden sie durch die Sozialversicherung ausgerichtet. Die berufliche Vorsorge gewährt bei allen drei vorgenannten Risiken Renten.

Jährliche Ergänzungsleistungen

Jährliche Ergänzungsleistungen stellen ein garantiertes Mindesteinkommen sicher. Die Ergänzungsleistung fungiert als Ersatzeinkommen.

Hilflosenentschädigungen

Hilflosenentschädigungen stellen auch Geldleistungen dar. Die Höhe der Entschädigung bemisst sich nach dem Grad der Hilflosigkeit der versicherten Person. Eine Person gilt als hilflos, wenn sie wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf.

Zulagen

Dieser Begriff ist weit gefasst. Er umfasst auch Zusatzrenten, wie Kinderrenten. Die Zulagen sind von der Hauptgeldleistung abhängig. Das bedeutet, dass sie auch hinsichtlich der Leistungsvoraussetzungen von der Hauptgeldleistung abhängig und somit ebenfalls als Geldleistung zu qualifizieren sind.

Höchstbetrag des versicherten Verdienstes

Für die Sozialversicherungszweige mit Geldleistungen, die gesetzlich in Prozenten des versicherten Verdiensts festgesetzt sind, bestimmt der Bundesrat dessen Höchstbetrag (siehe auch Stichworte Leistungskoordination sowie Leistungskoordination in der beruflichen Vorsorge).

Auszahlung der Geldleistung

Die periodischen Geldleistungen werden in der Regel monatlich ausbezahlt. Renten und Hilflosenentschädigungen werden stets für den ganzen Kalendermonat im Voraus ausbezahlt, wobei in den Einzelgesetzen Abweichungen vorgesehen werden können. Eine Leistung, die eine vorangehende ablöst, wird erst für den Folgemonat ausgerichtet. Im Grunde kommen die Geldleistungen dem anspruchsberechtigten Person selbst zu. Taggelder und ähnliche Entschädigungen werden aber dem Arbeitgeber ausbezahlt, soweit er der versicherten Person trotz Taggeldberechtigung Lohn ausrichtet. Erscheint der Anspruch auf Geldleistungen nachgewiesen und verzögert sich deren Ausrichtung, so können der versicherten Person Vorschusszahlungen ausgerichtet werden. Der Anspruch sollte als nachgewiesen erscheinen, wenn dieser überwiegend wahrscheinlich ist.

Gewährleistung zweckgemässer Verwendung von Geldleistungen

Geldleistungen sollen dem Unterhalt der versicherten Person dienen und dürfen daher nicht zweckentfremdet werden. Geldleistungen können ganz oder teilweise einem geeigneten Dritten oder einer Behörde ausbezahlt werden, der oder die der berechtigten Person gegenüber gesetzlich oder sittlich unterstützungspflichtig ist oder diese dauernd fürsorgerisch betreut, sofern die berechtigte Person die Geldleistungen nicht für den eigenen Unterhalt oder für den Unterhalt von Personen, für die sie zu sorgen hat, verwendet oder dazu nachweisbar nicht im Stande ist. Zudem müssen die berechtigte Person oder Personen, für die sie zu sorgen hat, aus einem solchen Grund auf die Hilfe der öffentlichen oder privaten Fürsorge angewiesen sein. Diese Dritte oder diese Behörden, die ausnahmsweise Drittauszahlungen von laufenden Leistungen erhalten, dürfen diese mit Forderungen gegenüber der berechtigten Person nicht verrechnen. Es gilt ein Verrechnungsverbot, ausgenommen die Verrechnung bei Nachzahlungen im Sinne von Art. 22 Abs. 2 ATSG.

Fragen und antworten

Die Berechnung der Geldleistungen werden den Einzelgesetzen der Sozialversicherungen überlassen. Es gibt hierfür verschieden Ansätze. Einige Geldleistungen werden anhand des versicherten Einkommens berechnet, wie z.B. Geldleistungen in der Unfallversicherung. In anderen Bereichen, wie z.B. in der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, wird für die Berechnung der Geldleistung auf die Anzahl Jahre abgestellt, in welchen Beiträge durch die versicherte Person entrichtet wurden.

Man unterscheidet je nach versichertem Risiko oder Empfänger der Rentenleistung zwischen Altersrenten, Invalidenrenten, Kinderrenten sowie Hinterlassenenrenten (Witwen- und Waisenrente).

  • Alters- und Hinterlassenenversicherung,
  • Invalidenversicherung,
  • Unfallversicherung,
  • Militärversicherung,
  • berufliche Vorsorge.

  • Arbeitslosenversicherung,
  • Unfallversicherung,
  • Krankenversicherung,
  • Invalidenversicherung,
  • Militärversicherung,
  • Erwerbsersatzordnung.

Geldleistungen können vorübergehend oder dauernd gekürzt werden oder in schweren Fällen verweigert werden, wenn die versicherte Person den Versicherungsfall vorsätzlich oder bei vorsätzlicher Ausübung eines Verbrechens oder Vergehens herbeigeführt oder verschlimmert hat. Weitergehende Kürzungsmöglichkeiten sieht beispielsweise die Unfallversicherung vor. Nur Geldleistungen dürfen wegen Selbstverschulden gekürzt und verweigert werden, nicht aber auch Sachleistungen.

Grundlagen

Gesetze

Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
Art. 15 - Allgemeines
Art. 18 - Höchstbetrag des versicherten Verdienstes
Art. 19 - Auszahlung von Geldleistungen
Art. 20 - Gewährleistung zweckgemässer Verwendung

Verordnungen

Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
Art. 1 -

Rechtsprechungen

BGer 8C_584/2009

Integritätsentschädigungen sind Geldleistungen

In Art. 15 ATSG sind Integritätsentschädigungen nicht aufgezählt. Diese sind ebenfalls Geldleistungen.

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