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Leistungsbeginn

Der Leistungsbeginn, der nach Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen auf den Anspruchsbeginn folgen kann, findet u.a. mit dem Eintritt des versicherten Risikos wie beispielsweise der Krankheit und der Geltendmachung des Anspruchs statt.

Art. 29 Abs. 1 und 2 ATSG.
Art. 16c Abs. 1 EOG.
Art. 16j Abs. 2 EOG.
Art. 19 Abs. 1 i.V.m. 3 ATSG.
Art. 21 AHVG. In Bezug auf Rentenaufschub oder Vorbezug siehe Art. 39 f. AHVG.
Art. 23 Abs. 3 AHVG.
Art. 25 Abs. 4 AHVG.
Art. 43bis Abs. 2 AHVG.
Nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. Vgl. Art. 10 Abs. 1 IVG.
Art. 10 Abs. 2 IVG.
Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG i.V.m. Art. 28 IVG.
Art. 42 Abs. 3 IVG.
Art. 12 Abs. 1 und 2 ELG.
Art. 13 Abs. 1 und BVG.
Art. 22 Abs. 1 BVG.
Art. 26 Abs. 1 BVG.
Art. 18 Abs. 1 AVIG.
Art. 31 Abs. 1 i.V.m. Art. 36 Abs. 1 AVIG.
Art. 25 KVG.
Art. 65 Abs. 3 KVG.
Art. 72 Abs. 2 KVG.
Art. 16 Abs. 2 UVG.
Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Art. 18 Abs. 1 UVG.
Art. 24 Abs. UVG.
Art. 29 abs. 6 UVG.

Art. 8 Abs. 1 AVIG

Art. 9 Abs. 2 AVIG

Art. 38 AVIG

Art. 69 AVIV

Art. 47 AVIG

Art. 53 AVIG, Art. 77 AVIV

Beispielhafte Übersicht

      AHVG

  • Altersrente: Der Anspruch auf die Altersrente entsteht am ersten Tag des Monats, der der Vollendung des massgebenden Altersjahres – bei Frauen, Vollendung des 64. Altersjahres, bei Männern, Vollendung des 65. Altersjahres – folgt.
  • Witwen- oder Witwerrente: Der Anspruch auf eine Witwen- oder Witwerrente entsteht am ersten Tag des dem Tod des Ehemannes oder der Ehefrau folgenden Monats, bei einer Adoption eines Pflegekinds am ersten Tag des der Adoption folgenden Monats.
  • Waisenrente: Der Anspruch auf eine Waisenrente entsteht am ersten Tag des dem Tode des Vaters oder der Mutter folgenden Monats.
    - Hilflosenentschädigung: Der Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung entsteht am ersten Tag des Monats, in dem sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind und die Hilflosigkeit schweren, mittleren oder leichten Grads ununterbrochen während mindestens eines Jahrs bestanden hat.

    IVG

  • Integrationsmassnahmen und weitere Eingliederungsmassnahmen: Der Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung sowie auf Massnahmen beruflicher Art entsteht frühestens im Zeitpunkt der Geltendmachung des Leistungsanspruchs. Der Anspruch auf die übrigen Eingliederungsmassnahmen und die Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügern entsteht, sobald die Massnahmen im Hinblick auf Alter und Gesundheitszustand der versicherten Person angezeigt sind.
  • Invalidenrente: Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs, jedoch frühestens in dem Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahrs folgt. Dabei wird die Invalidenrente vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch u.a. aufgrund einer mindestens 40% Invalidität nach Ablauf eines Jahrs entsteht.
  • Hilflosenentschädigung für Minderjährige: Bei versicherten Personen, die das erste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, entsteht der Anspruch, sobald voraussichtlich während mehr als zwölf Monaten eine Hilflosigkeit besteht.

    ELG

  • Ergänzungsleistungen: Der Anspruch besteht grundsätzlich ab Beginn desjenigen Monats, in dem die Anmeldung eingereicht worden ist, falls sämtliche gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Wird die Anmeldung innert sechs Monaten nach einem Heim- oder Spitaleintritt eingereicht, so besteht der Anspruch ab Beginn des Monats des Heim- oder Spitaleintritts, falls alle gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

    BVG

  • Altersleistungen: Der Anspruch auf Altersleistungen entsteht grundsätzlich für Frauen, wenn sie das 64. und für Männer, wenn sie das 65. Altersjahr zurückgelegt haben. Allerdings können die reglementarischen Bestimmungen der Vorsorgeeinrichtung davon abweichen und vorsehen, dass der Anspruch auf Altersleistungen mit der Beendigung der Erwerbstätigkeit entsteht.
  • Hinterlassenenleistungen: Dieser Anspruch entsteht mit dem Tod der versicherten Person, frühestens jedoch mit Beendigung der vollen Lohnfortzahlung.
  • Invalidenleistungen: Für den Beginn des Anspruchs auf Invalidenleistungen gelten sinngemäss die entsprechenden Bestimmungen des IVG (Art. 29 IVG).
    (siehe Stichwort Leistungsbeginn BVG

    AVIG

  • Arbeitslosenentschädigung: Für in der Schweiz wohnende Personen, die die obligatorische Schulzeit zurückgelegt und das ordentliche AHV-Alter noch nicht erreicht haben, beginnt der Anspruch, wenn sie in der Rahmenfrist für die Beitragszeit die Beitragszeit von mindestens 12 Monaten erfüllt haben oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind. Der Leistungsanspruch beginnt frühestens an dem Tag, an dem alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Je nach Höhe des versicherten Verdiensts und Unterhaltspflichten gegenüber Kinder unter 25 Jahren sind zu Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug eine unterschiedliche Anzahl von Wartetagen zu bestehen (keine Wartetage, 5 bis 20 Tage allgemeine Wartetage, 5 oder 120 besondere Wartetage).
  • Kurzarbeitsentschädigung: Beabsichtigen Arbeitgeber den voraussichtlich vorübergehenden, anrechenbaren Arbeitsausfall ihrer in ungekündigter Stellung beschäftigten Arbeitnehmenden geltend zu machen, so muss die Voranmeldung bei der kantonalen Amtsstelle mindestens zehn Tage vor Beginn der Kurzarbeit schriftlich erfolgen. Der Arbeitgebende macht den Entschädigungsanspruch seiner Arbeitnehmenden innert dreier Monate nach Ablauf jeder Abrechnungsperiode bei der von ihm bezeichneten Arbeitslosenkasse geltend.
  • Schlechtwetterentschädigung: Arbeitgeber (in bestimmten, abschliessend aufgezählten Erwerbszweigen), die ihre Arbeitnehmenden wegen wetterbedingten Arbeitsausfällen nicht beschäftigen können, meldet den Arbeitsausfall der kantonalen Amtsstelle spätestens am fünften Tag des folgenden Kalendermonats auf dem ordentlichen Formular. Der Arbeitgeber macht den Entschädigungsanspruch seiner Arbeitnehmenden innert drei Monate nach Ablauf jeder Abrechnungsperiode bei der von ihm bezeichneten Arbeitslosenkasse geltend.
  • Insolvenzentschädigung: Die Arbeitnehmenden müssen ihren Entschädigungsanspruch spätestens 60 Tage nach der Veröffentlichung des Konkurses im Schweizerischen Handelsamtsblatt / des Pfändungsvollzugs bei der kantonalen Arbeitslosenkasse am Ort des Betreibungs- und Konkursamtes stellen.
  • KVG

  • Obligatorische Krankenpflegleistungen: Der Anspruch auf obligatorische Krankenpflegeleistungen entsteht grundsätzlich bei Krankheit, wenn diese der Diagnose oder Behandlung einer Krankheit und ihrer Folgen dienen und von anerkannten Leistungserbringern wirtschaftlich, zweckmässig und wirksam erbracht werden.
  • Prämienverbilligung: Die Geldleistungen werden vom Kanton an die Versicherer sofort nach Überprüfung der Bezugsberechtigung der versicherten Personen in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen erbracht, damit diese Personen keinen Vorschuss zu erbringen haben.
  • Krankentaggelder aus der freiwilligen Versicherung: Der Taggeldanspruch entsteht, wenn die versicherte Person mindestens zur Hälfte arbeitsunfähig ist. Wurde nichts anderes vereinbart, so entsteht dieser Anspruch am dritten Tag nach der Erkrankung. Es kann auch eine Wartefrist vereinbart werden, während der der Arbeitgeber zur Lohnfortzahlung verpflichtet ist.

    UVG

  • Unfalltaggeld: Bei Arbeitsunfähigkeit entsteht der Anspruch am dritten Tag nach dem Unfalltag.
  • Unfallinvalidenrente: Bei einer mindestens 10% Invalidität entsteht der Rentenanspruch, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind.
  • Integritätsentschädigung: Ohne Rentenanspruch findet der Leistungsbeginn bei Beendigung der ärztlichen Behandlung statt.
  • Witwen- oder Witwerrente: Dieser Anspruch entsteht einen Monat nach dem Tod der versicherten Person oder mit einem Invaliditätseintritt von mindestens zwei Dritteln beim überlebenden Ehegatten.

Fragen und antworten

Eine versicherte Person, die eine Versicherungsleistung beanspruchen will, hat sich beim zuständigen Versicherungsträger in der für die jeweilige Sozialversicherung gültigen Form anzumelden. Dabei geben die Versicherungsträger grundsätzlich unentgeltlich Formulare ab, damit die Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen geprüft werden kann. Diese sind von der beanspruchenden Person vollständig und wahrheitsgetreu auszufüllen und dem zuständigen Versicherungsträger zuzustellen.

Monatlich, Renten sowie Hilflosenentschädigungen im Voraus.

Grundsätzlich am Tag der Niederkunft.

Grundsätzlich am Tag der Geburt des Kinds.  

Grundlagen

Gesetze

Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
Art. 21 - Altersrente
Art. 23 - Witwen- und Witwerrente
Art. 25 - Waisenrente
Art. 39 - Möglichkeit und Wirkung des Aufschubs
Art. 43bis bis - </b>Hilflosenentschädigung
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
Art. 19 - Auszahlung von Geldleistungen
Art. 29 - Geltendmachung des Leistungsanspruchs
Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
Art. 18 - Wartezeiten
Art. 31 - Anspruchsvoraussetzungen
Art. 36 - Voranmeldung von Kurzarbeit und Überprüfung der Voraussetzungen
Art. 8 - Anspruchsvoraussetzungen
Art. 9 - Rahmenfristen
Art. 47 - Geltendmachung des Anspruchs
Art. 53 - Geltendmachung des Anspruchs
Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
Art. 13 - Leistungsanspruch
Art. 22 - Beginn und Ende des Anspruchs
Art. 26 - Beginn und Ende des Anspruchs
Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung
Art. 12 - Beginn und Ende des Anspruchs auf jährliche Ergänzungsleistungen
Bundesgesetz über den Erwerbsersatz
Art. 16c - Beginn des Anspruchs und Dauer der Ausrichtung der Entschädigung
Art. 16j - Rahmenfrist, Beginn und Ende des Anspruchs
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung
Art. 10 - Beginn und Ende des Anspruchs
Art. 29 - Beginn des Anspruchs und Auszahlung der Rente
Art. 28a - Bemessung der Invalidität
Art. 42 - Anspruch
Bundesgesetz über die Krankenversicherung
Art. 25 - Allgemeine Leistungen bei Krankheit
Art. 72 - Leistungen
Art. 65 - Prämienverbilligung durch die Kantone
Bundesgesetz über die Unfallversicherung
Art. 16 - Anspruch
Art. 18 - Invalidität
Art. 19 - Beginn und Ende des Anspruchs
Art. 24 - Anspruch
Art. 29 - Anspruch des überlebenden Ehegatten

Verordnungen

Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
Art. 6 - Besondere Wartezeiten
Art. 6a - Allgemeine Wartezeit
Art. 69 - Meldung
Art. 77 - Geltendmachung des Anspruchs

Rechtsprechungen

BGE 144 V 245

Rentenbeginn bei Rückfällen und Spätfolgen ohne Heilbehandlung

Erfolgt im Zeitpunkt der Rückfallmeldung – anders als bei BGE 140 V 65 – keine Heilbehandlung, von deren Abschluss der Beginn des Rentenanspruchs abhängig gemacht werden könnte, ist der Rentenbeginn frühestens auf den Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs bzw. der Rückfallmeldung festzulegen (E. 6.4).

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